Biologie
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Die Biologie ist die Wissenschaft vom Leben. Sie beschreibt und untersucht die Existenzweise und Organisationsform von Lebewesen. Als Kennzeichen lebender Organismen (und damit als primäre Untersuchungsgegenstände der Biologie) werden genannt: die Zelle als kleinste, selbständige und dauerhaft funktionsfähige Grundeinheit des Lebens; das in Zellen vorhandene Cytoplasma als lebende Substanz; aktive Bewegungserscheinungen; Wachstum; Energiegewinn (etwa durch Nutzung des Sonnenlichts oder durch Oxidation von Nahrungsstoffen); Stoffwechsel mit einem dauernden Stoffzufluss und -abfluss in Form eines Fließgleichgewichts; Ausscheidungsprozesse; Fortpflanzung undVermehrung; Reizbarkeit; Fähigkeit zur Selbstregulation; sowie Angepasstheit an die Umwelt.
Zum einen ordnet die Biologie die Lebewesen in eine auf der Evolutionstheorie beruhende Systematik ein und untersucht ihren Bau (Anatomie, Morphologie), zum anderen beschäftigt sie sich mit den Lebensvorgängen in den Lebewesen und analysiert, wie sich lebende Organismen vermehren, ausbreiten und im Laufe der Zeit wandeln. Weiterhin ist die Biologie an der Wechselwirkung der verschiedenen Lebewesen untereinander und mit ihrer Umwelt interessiert.
Einsichten in die wichtigsten Strukturen und Funktionen der Lebewesen sind nur mit Hilfe von Nachbarwissenschaften möglich. Hierzu zählen etwa die Chemie (und hier besonders die Biochemie), die Physik und die Medizin.
Die Lebewesen werden von der Systematik im Allgemeinen in fünf Reiche eingeteilt: Archaebakterien, Eubakterien, Tiere , Pflanzen und Pilze. Siehe dazu: Systematik (Biologie). Mit der Klassifizierung der Tiere innerhalb dieses Systems beschäftigt sich die Spezielle Zoologie, mit der Einteilung der Pflanzen und Pilze die Spezielle Botanik.
Ein sparsameres System mit drei Domänen zieht als Unterscheidungsmerkmale lediglich die Anwesenheit von Zellkernen in den Zellen und Unterschiede in den Zellmembranen bzw. Zellwänden heran:
Archaea -- Eubacteria -- Eukaryota
Die Lebensvorgänge können in die Vorgänge im Körper (Physiologie) und in die Vorgänge bei der Vermehrung und Vererbung (Genetik) eingeteilt werden.
Die Unterscheidung zwischen Leben und Nicht-Leben ist in manchen Fällen nicht exakt möglich, denn es existiert eine erhebliche Anzahl von intrazellulären Parasiten, die keinen eigenen Stoffwechsel aufweisen. Nach der Einfachheit ihrer in der Wirtszelle ablaufenden Vermehrungsmechanismen entfernen sich diese "Organismen" weiter und weiter vom Konzept des Lebewesens:
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