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Kunst bezeichnet im weiteren Sinn die Fertigkeit und Fähigkeit praktischen Tuns (z.B. Kochkunst, Reitkunst). Einige betonen dabei die Könnerschaft desjenigen, der künstlerisch tätig ist. Der Maler Max Liebermann (1847-1835) sagte einmal: "Kunst kommt von Können, käme sie von Wollen, so würde sie Wunst heißen".
Etymologisch betrachtet kommt "Kunst" jedoch von Wissen, Weisheit und Kenntnis und nicht von "Können" wie auch noch Goebbels behauptete. Damit wollte er diejenigen diffamieren, die die so genannte "entartete Kunst" als eine Kunst ohne Können hinstellen.
Im engeren Sinn bezeichnet der Begriff "Kunst" das vom Menschen schöpferisch Hervorgebrachte (Gegensatz: Natur), das nicht durch eine Funktion eindeutig festgelegt ist oder sich darin erschöpft (Gegensatz: Technik). Die Unterscheidung von Kunst, Handwerk und Wissenschaft kennt man allerdings erst seit Ende des 18. Jahrhunderts.
Historisch entwickeln sich die Künste aus ihrem Beitrag zur materiellen Organisation von Kulten und Ritualen. Ihr zentrales Moment ist zunächst die Epiphanie, die spätestens mit der Neuzeit und der beginnenden Säkularisierung westlicher Gesellschaften in eine Krise gerät.
Der ästhetische Wert eines Kunstwerkes basiert auf gesellschaftlicher Übereinkunft oder beruht auf einem Bruch mit derselben.
In klassischen Verständnis unterschied man die Sieben Freien Künste (artes liberales).
Diese wurden gegenüber den mechanischen Künsten höher geschätzt.
Nach heutigem Verständnis gliedert sich die Kunst in die Teilbereiche
"There really is no such a thing as Art. There are only artists." (Ernst H. Gombrich)
Siehe auch: Bildende Kunst, Künstler, Kunstgeschichte, Kunstgewerbe, Akademie der Künste (Berlin), Kunsthistoriker
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