Logik
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Wichtigste Teilgebiete der Logik sind die klassische Aussagenlogik und die Prädikatenlogik. Die traditionelle Lehre von den Syllogismen, die auf Aristoteles zurückgeht, lässt sich als ein Vorläufer der Prädikatenlogik verstehen. Logische Systeme (Kalküle) werden unter anderem unterschieden in axiomatische Logikkalküle und Systeme natürlichen Schließens.
Traditionell gehört auch die Lehre von so genannten Fehlschlüssen und allgemein die Beschäftigung mit praktischen Fragen des Argumentierens zum Bereich der Logik.
Die klassische Aussagen- und Prädikaten-Logik lässt sich grundsätzlich in zwei Weisen modifizieren:
Einerseits kann die Sprache um weitere Operatoren für bestimmte Redebereiche angereichert werden. Die Modallogik beschäftigt sich mit Ausdrücken wie "notwendig" oder "möglich"; die deontische Logik mit "geboten" oder "erlaubt"; die epistemische Logik mit "wissen" und glauben".
Andererseits können Prinzipien, die in der klassischen Logik gültig sind, problematisiert werden. Die daraus entstehenden, im engeren Sinne nicht-klassischen Logiken sind schwächer als die klassische Logik. Hierzu gehören der von L. Brouwer entwickelte logische Intuitionismus, der die Gültigkeit des "tertium non datur"
und der "duplex-negatio"-Regel
bestreitet, der Minimalkalkül I. Johanssons , in der das "ex falso quodlibet"
zurückgewiesen wird sowie die Relevanzlogiken.
Aristoteles (384-322 v.u.Z.): Entwicklung der Syllogistik: A: alle S sind P E: kein S ist P I: einige S sind P O: einige S sind nicht P Logisches Quadrat: A konträr E I subkonträr O
Zwei Aussagen bilden eine kontradiktorischen Gegensatz gdw beide weder zusammen wahr noch zusammen falsch sein können; A – O und I – E; A und ¬A.
Zwei Aussagen bilden einen konträren Gegensatz gdw sie zwar beide nicht wahr, wohl aber beide falsch sein können; A – E.
Zwei Aussagen bilden einen subkonträren Gegensatz gdw sie zwar beide nicht falsch, wohl aber beide wahr sein können; I – O.
Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716): Nicht-Unterscheidbarkeit von Identischem (Leibnizsches Gesetz): a=b → ∀F(Fa ↔ Fb) Aber: intensionale Kontexte! Identität von Nicht-Unterscheidbarem (principium identitatis indiscernibilium):∀F(Fa ↔ Fb) → a=b
George Boole (1815-1864): Entwicklung der Algebra.
Georg Cantor (1845-1918): Entwicklung der Mengenlehre.
Gottlob Frege (1848-1925): Entwicklung der Prädikatenlogik.
Edmund Husserl (1859-1938): Kritisiert den Psychologismus, der die Logik auf psychische Vorgänge reduziert sie damit als beliebig, willkürlich und zufällig annimmt.
Bertrand Russell (1872-1970): Russellsche Antinomie.
Kurt Gödel (1906-1978): Vollständigkeit der Prädikatenlogik. Unvollständigkeit der Peano-Arithmetik.
Siehe auch: Fuzzy Logik, Deduktion, Induktion (Logik), Kontraposition, Theorie formaler Sprachen, Theoretische Informatik, Quantenlogik, Mathematik, Horn-Klauseln, Resolution, Unifikation, Tableaux, Semantik, Argument
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