Quinte
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Notenbeispiel: Quintintervalle
Die Quinte ist das Umkehrintervall zur Quarte und kann in drei Varianten auftauchen. Am geläufigsten ist die reine Quinte (a), die in der natürlichen Stimmung das Frequenzverhältnis 2:3 besitzt und damit das konsonanteste Intervall nach der Oktave ist. Sie findet in allen Musikarten sehr häufige Verwendung, z. B. als Bordun- oder Mixturton, und ist ein konstituierendes Intervall sowohl in der musikalischen Stimmung als auch in der Musiktheorie (siehe Quintenzirkel). Die fallende Quinte ist zudem das wichtigste Element der Kadenz.
Die verminderte Quinte (b) hat einen ähnlich schwierigen Status wie ihr Umkehrintervall, der Tritonus, da sie ein dissonantes Intervall ist. Seit der Barockmusik jedoch ist die verminderte Quinte das charakteristische Intervall des Dominantseptakkordes.
Der übermäßigen Quinte (c) kommt hingegen nur unter der Berücksichtigung ihrer enharmonischen Verwechselbarkeit mit der großen Terz eine Bedeutung im Dur-Moll-System zu.
Anmerkung: Der Begriff „reine Quinte“ dient hier zur Unterscheidung zwischen „reinen“, „verminderten“ und „übermäßigen“ Intervallen und ist nicht zu verwechseln mit der „reinen Quinte“ im Sinne der musikalischen Stimmung (siehe dort).
| Intervall | Halbtöne | Beispiel | Umkehrintervall |
|---|---|---|---|
| verminderte Quinte | 6 (2 Ganztöne + 2 Halbtöne) | h - f, d - as | übermäßige Quarte (Tritonus) |
| reine Quinte | 7 (3 Ganztöne + 1 Halbton) | c - g, d - a „Wie schön leucht uns der Morgenstern“ |
reine Quarte |
| übermäßige Quinte | 8 (4 Ganztöne) | c - gis, f - cis | verminderte Quarte |
Anmerkung: „Quinte“ heißt auch ein Gebiet in Kanada.
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